Dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe

  • Neuer Lehrplan mit Modulsystem ab der 10. Schulstufe  
  • Begleitung durch einen Lerncoach
  • Pflichtpraktikum nach dem zweiten Schuljahr
  • Schriftliche und mündliche kompetenzorientierte Abschlussprüfung   

 

Möglichkeiten nach der FW

  • Eintritt in das Berufsleben
  • Anrechnung von Lehrzeiten in verschiedenen Berufen
  • Besuch eines Aufbaulehrgangs
  • Ablegung der Berufsreifeprüfung
  • Ausbildung in sozialen und/oder pflegerischen Berufen 

Der Abschluss der dreijährigen Fachschule entspricht dem Lehrabschluss in den Berufen Bürokaufmann/frau UND Restaurantfachmann/frau.

Betriebsküche

 

2. FW  Unterrichtsfach:  Küchen- und Restaurantmanagement

Dislozierter Unterricht in der Betriebsküche des Senioren- und Pflegeheims der Caritas in der Hubertusstraße, Graz St. Peter;

 

Dankenswerterweise bekamen wir die  Möglichkeit , unseren Schülerinnen und Schülern , in der vorhin genannten Sozialeinrichtung , das Arbeiten in einer Großküche zu demonstrieren.

Sie lernen die Aufbau- und Ablauforganisation einer Betriebsküche kennen.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen einen Einblick in die Ernährung von alten und kranken Menschen bekommen, und einige Diäten kennenlernen.

Unser Auftrag ist es, das Abendessen für ca. 90 Personen zuzubereiten, und anschließend beim Service zu helfen.  Weiters  sind Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Tag zu erledigen.

Im Team lernen sie große Mengen in einer bestimmten Zeit  zu bewältigen, wobei  Wert auf die richtige Arbeitsplatzgestaltung und Betriebsmittelauswahl, sowie auf rationelles Arbeiten gelegt wird. Sie sollen auch einen Einblick in die Bedienung von Großküchengeräten bekommen.

Mit Freude richten sie die fertigen Speisen an, garnieren sie geschmackvoll, und stellen sie zur Ausgabe bereit.

Bei allen Tätigkeiten in der BK sind wir verpflichtet die Hygienevorschriften nach HAACP einzuhalten, und die Schülerinnen und Schüler sollen über die Unfallgefahren Bescheid wissen.

 

 

 

 

 

 

Pflichtpraktikum

Pflichtpraktikum nach der 2 Klasse der dreijährigen Fachschule

Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule sind verpflichtet, zwischen der 2. und 3. Klasse in Betrieben und Firmen der Wirtschaft, der Verwaltung oder des Tourismus ein Pflichtpraktikum im Ausmaß von 8 Wochen zu absolvieren. Das Schuljahr endet daher schon Ende Mai.

Ziele des Praktikums sind die Anwendung und Umsetzung des Erlernten in der Praxis, das Kennenlernen der Anforderungen der Arbeitswelt (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortung,…), Stärkung der sozialen und kommunikativen Kompetenz und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Schülerinnen und Schüler müssen Aufzeichnungen über ihrer Tätigkeiten führen und einen Praktikumsbericht abgeben.

Bericht von Michael Haas, Schüler der 3FW über seine Erfahrungen in der Berufswelt:

„Ich habe mich im Herbst des Vorjahres bei vielen verschiedenen Unternehmen beworben. Zwei Betriebe haben ihr Interesse bekundet, die Steiermärkische Bank und Sparkasse Graz sowie das Umweltamt im Magistrat Graz.

Ich durfte den ersten Teil meines Praktikums im Zeitraum von 1.6.2016 bis 30.6.2016 in der Werbeabteilung der Bank absolvieren. Meine Tätigkeiten waren sehr interessant und spannend. Ich durfte an Meetings (z.B. mit der Antenne Steiermark) teilnehmen und war in der letzten Woche auch im Außendienst tätig. Ich konnte meinen Tourenplan selbst gestalten und brachte Werbematerial zu allen Golfplätzen in der Steiermark. Zu meinen Aufgaben zählten das Schreiben von Emails an Kunden und Mitarbeit an der Homepage.

Den zweiten Teil meines Praktikums verbrachte ich im Umweltamt Graz. Die Abteilung besteht aus verschiedenen Referaten wie z. B. Referat für Abfall, Luftreinhaltung, Schalltechnik und Energie. Ich war dem Referat für „Energie und Ökologie“ zugeteilt. Meine Hauptaufgaben bestanden im Scannen von Akten, dem Anlegen von Excel Tabellen, Lesen von Umweltstudien und Zusammenfassungen ins Englische zu übersetzen. Während dieser Zeit habe ich Einblicke in die Umweltprojekte der Stadt Graz bekommen, was sehr aufschlussreich und bereichernd für mich war. Ich möchte mich nochmals bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mich während meines Praktikums eingeschult und unterstützt haben und mir so positive  Berufserfahrungen ermöglicht haben.

Fachpraktische Anschlussprüfung

Im Fach KRM wurde fleißig drei Jahre lang für die große Abschlussprüfungen in Küche und Service geübt und trainiert, denn schließlich hatten die Schüler/innen einen sehr großen Bildungsauftrag zu erfüllen. In dieser Zeit verwandelte sich die Schulküche in eine Restaurantküche, in der Speisen der gehobenen Kategorie unter Anwendung unterschiedlichster und fachlich richtiger Arbeitstechniken hergestellt und kreativ angerichtet wurden. Parallel dazu entstand auf der Piazza unserer Schule ein wunderbares, kleines Restaurant. Tische für je vier Personen wurden nach vorgegebenen Regeln gedeckt, Gäste empfangen und professionell betreut und beraten.

 

Wie sehen die Abschlussprüfungen in KRM eigentlich aus?

 

Küche:           Grobstrukturierte schriftliche Planung, Zubereitung eines viergängigen Menüs, sowie Anrichten und Garnieren der Speisen in insgesamt 300 Minuten

 

Service:          Vorbereitung und Durchführung eines Menüservices für vier Gänge, Getränkeservice, Weinempfehlung und entsprechende Nacharbeiten in 210 Minuten

 

Beispielmenü:            Frühlingssalat mit Kürbiskernöldressing

Lauchcremesuppe mit Lachsstreifen

Gerolltes Putenschnitzel auf Käsesauce

Tomatenspieß

Spinatspätzle

Schokolade-Mandel-Auflauf mit Vanilleeis

Modulare Oberstufe (MOST) ab der 10. Schulstufe

Module statt Klassen 

Im Rahmen der modularen Oberstufe absolvieren die SchülerInnen nicht mehr wie bisher einzelne Schuljahre oder Klassen, sondern in sich abgeschlossene Module in der Dauer von einem Semester. Damit entfällt das klassische "Sitzenbleiben" und Wiederholen eines Schuljahres, nachgeholt bzw. in einzelnen Fällen ausgetauscht werden muss nur das negativ absolvierte Modul. Am Ende eines Semesters sind maximal zwei Wiederholungsprüfungen innerhalb von Modulen möglich. Erst wenn diese nicht bestanden werden, müssen sie wiederholt werden. Eigens ausgebildete Lehrer, sogenannte "Coaches"/LernbegleiterInnen, begleiten die SchülerInnen auf ihrem Bildungsweg. 

Individuelle(r) LernbegleiterIn ab der 10. Schulstufe

Die drei Lerncoaches MMag. Maria Steiner, Mag. Andrea Klein, Dipl.Päd. Barbara Pötsch

Ab der 10. Schulstufe steht den Schülerinnen und Schülern bei Lernschwierigkeiten eine individuelle Lernbegleiterin (ILB) zur Seite und versucht gemeinsam mit den Jugendlichen unterstützt von den Eltern die Probleme zu bearbeiten. 

Lerncoaching bedeutet, gemeinsam mit den Kindern oder Jugendlichen herauszufinden,... 

  • ... wo die Ursachen für ihre Lernprobleme liegen 

  • ... welche Lernstrategien für sie förderlich sind 

  • ... welche konkrete Unterstützung für sie hilfreich ist 

  • ... wie ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden kann 

Die Lernbegleiter absolvierten eine dreiteilige Ausbildung, in der sie sich mit grundlegendem Wissen rund um das Thema Lernen und den damit verbundenen Schwierigkeiten für Kinder und Jugendliche befassten. Neben den theoretischen Inhalten bekamen sie auch jede Menge Tipps und Tricks für die praktische Umsetzung, damit sie Kinder und Jugendliche optimal bei Ihrer Lern- und Persönlichkeitsentwicklung begleiten können.  

An der Fachschule für wirtschaftliche Berufe gibt es 3 Lernbegleiterinnen: 

MMag. Maria Steiner 

Mag. Andrea Klein 

Dipl.Päd. Barbara Pötsch

Pflichtpraktikum

Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der dreijährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe müssen ein Pflichtpraktikum von zwei Monaten in Wirtschaftsbetrieben absolvieren.

Abschlussarbeit

Ab dem Haupttermin 2016 ist an den dreijährigen Fachschulen die Erstellung einer  Abschlussarbeit vorgesehen. Somit werden die Schüler und Schülerinnen der 3.FW im kommenden Juni erstmals an dieser Schule ihre Arbeiten präsentieren. Im Unterrichtsfach Ernährung und Wirtschaft suchten sich  die SchülerInnen verschiedene interessante  Themen aus. Unter dem Titel „ Apfel, frisch und saftig saftig! Bio im Trend“ beschäftigen sich zwei Schülerinnen  mit dem Thema „biologische Lebensmittel“. Um Unterschiede zu konventionellen und  biologischen Produkte herauszuarbeiten veranstalteten sie sogar eine Apfelverkostung. Dabei wurden anhand eines  Fragenkataloges Äpfel aus konventionellem und biologischem Anbau verglichen.  Eine andere Schülergruppe befasste sich intensiv mit dem Thema food design. Das bewusste Einsetzen von Farbe, Geschmack und Geräusch in der Lebensmittelindustrie wurde an Hand von Kartoffelchips untersucht.  

Abschluss-Prüfung 2016

Die Schülerinnen und Schüler, die 2016 die Abschlussprüfung ablegen, haben folgende Klausurarbeiten zu schreiben:

  • Deutsch
  • Rechnungswesen

Die mündlichen Prüfungen umfassen:

  • Englisch
  • Ausbildungsschwerpunkt: Ernährung und Wirtschaft